„Umweltindex“ am japanischen Aktienmarkt

Der Tokyo Stock Exchange (TSE) und das japanische Ministerium für Wirtschaft, Industrie und Handel (METI) haben eine Überprüfung der Idee, einen „Umwelt“-Aktienindex einzurichten, eingeleitet . Der Index soll sich aus den Börsenkursen der Unternehmen zusammensetzen, die sich sehr verantwortlich im Umgang mit der Umwelt zeigen. TSE hat die Absicht, diesen Index im kommenden Jahr versuchsweise einzuführen. Durch ihn wird technologische Kompetenz des Managements im Umgang mit Energiesparmaßnahmen, Recycling etc. bewertet. Der Index wird auf der Basis solcher Unternehmen kalkuliert, die entsprechenden Kriterien genügen.

Das Ziel des Plans ist es, einen Aktienindex aufzubauen, der die in Japan traditionell stark entwickelte „Umweltkompetenz“ herausstellt und Investitionen aus dem In- und Ausland in die Unternehmen lenkt, die eine treibende Kraft in der Entwicklung des Umweltschutzes gewesen sind.

Mitte Juni werden TSE und das METI gemeinsam eine „Studiengruppe zu Methoden der Evaluierung von Umweltkompetenz an Kapitalmärkten“ ins Leben rufen, die sich aus Akademikern und Wirtschaftsvertretern zusammensetzt. Die Gruppe wird damit beginnen, Indizes und Kriterien für die Evaluierung des Umweltmanagements von Unternehmen zu diskutieren; Ergebnisse sollen nach einem Jahr zusammengestellt werden, und auch der Versuch des TSE wird voraussichtlich im kommenden Jahr beginnen.

Japanischer Emissionshandel kommt nächstes Jahr

Außerdem soll im kommenden Jahr am TSE der Handel mit Emissionsrechten aufgenommen werden. Am 30.05.08 fand das erste Treffen der „Studiengruppe zum Handel mit Kyoto-Credits“ statt, die sich mit den Vorbereitungen für einen Markt zum Handel mit Emissionsrechten von Treibhausgasen wie CO2 etc. beschäftigt. Der CEO des TSE, Saito Atsushi, ließ verlautbaren, Japan habe eine in Asien einzigartige Pflicht, Einschnitte vorzunehmen, und sollte dementsprechend auch einen eigenständigen Markt entwickeln, der das Zeug zu einem internationalen Standard habe. Er plant die Einrichtung dieses Marktes für das Jahr 2009.

Die Studiengruppe setzt sich aus Unternehmensvertretern von Großhandelshäusern, Stromerzeugern, Wertpapierhändlern, Banken etc. zusammen. Außerdem nehmen die verantwortlichen Bürokraten aus der Finanzaufsichtsbehörde (FSA), dem Umweltministerium und dem METI teil. Die Gruppe soll Lösungen im Hinblick auf die Struktur und das System zur Zirkulierung von durch das Kyoto-Protokoll festgelegten Emmissionsrechten (CER), sowie zu Abrechnungs- und Zahlungssystemen finden und diese bis zum Herbst diesen Jahres zusammenfassend vorstellen.
Der Beitrag wurde am Montag, 2. Juni 2008, 03:22 veröffentlicht und wurde unter dem Topic Tokyo Stock Exchange abgelegt. Sie können einen Kommentar hinterlassen.
Noch keine Reaktion zu 'Umwelt an der japanischen Börse'